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Wie ist es Medium zu werden? | Ein Interview mit einem Medium in Ausbildung | Nicole Schmid


Wie läuft eine Ausbildung zum Medium ab? Wie kann man sich sowas vorstellen? Was lernt man in so einer Ausbildung? Ist es nicht schwierig ständig mit dem Thema Tod konfrontiert zu sein?


Diese und noch viele weitere Fragen habt ihr, liebe Leser*innen, mir aufgrund des letzten Blog-Beitrages mit Sarah, zugeschickt. Und wer kann am Besten auf solche Fragen eingehen, wenn nicht eine Schülerin? Aus diesem Grund habe ich Nicole Schmid angefragt, ob sie sich zur Verfügung stellen könnte, sich euren und auch meinen Fragen zu stellen. Was hab ich mich gefreut als sie zusagte.



Nicole Schmid Seelenliebe Schötz Luzern
Nicole Schmid, Medium i.A.

Nicole Schmid absolviert seit 2019 die sehr intensive Ausbildung zum Medium nach englischem Spiritismus an der Elite School in Basel und ist nun in ihrem Abschlussjahr. Sie praktiziert zudem bereits erfolgreich als Geistheilerin im Raum Luzern: www.nicole-schmid.ch


Ich wünsche dir nun viel Spass beim Lesen des Interviews. Nicoles ganz besonderes Erlebnis mit ihrem Vater hat mich unfassbar berührt. Lies aber selbst...






Felicia: Hast du bereits als Kind die Geistige Welt wahrnehmen können? Wie haben deine Eltern darauf reagiert?


Nicole: Bewusst wahrgenommen habe ich nicht. Für mich war es normal. Am meisten meinen Grossvater. Ihn habe ich physisch nie kennen gelernt und doch hat er mich durch die ganze Kindheit begleitet. Ihn habe ich objektiv wahrgenommen. Er war oft da. Beim Spielen, malen, draussen,… Angst hatte ich nie. Für mich hat es sich immer lieb und richtig angefühlt. Meine Mum wusste es sicher, hat aber nie was gesagt. Mein Papa hat von dem nichts mitbekommen. Mein Grossvater gab mir aber auch früh das Gefühl, dass es ok ist, wenn nur ich weiss, dass er da ist.


Sonst wusste ich einfach immer, dass noch «andere» da waren. Ich habe das so hingenommen und es war ok. Es hat mich nie gestört, da es sich für mich stimmig anfühlte und mir eine gewisse Sicherheit gab, indem ich wusste, dass ich nie alleine bin.

Meine Mum hat uns schon früh gezeigt, dass Engel uns immer begleiteten. Ich hatte jedoch immer schon einen Zauberer bei mir.



Felicia: Wie bist du dazu gekommen, an der Elite School eine Ausbildung zum Medium zu machen? Was bringt dir diese?


Nicole: Eigentlich habe ich mir nach mehreren Zusatz-Ausbildungen geschworen, dass ich nie wieder eine Ausbildung machen werde. Aber es kommt ja meistens anders als man denkt.


Ich war an einem Wochenend-Seminar von Pascal Voggenhuber, welches über Jenseitskontakte ging, da mich das Thema sehr interessierte. Da sprach er von der Ausbildung. Ich habe ihn gefragt, ob dies evtl. auch was für mich wäre. Er gab mir dann zur Antwort: «Ich nehme nur die Besten!» Autsch, da war ich mir nicht mehr so sicher. Aber mit viel Überwindung habe ich mich dann beworben und siehe da, ich wurde angenommen, was mich sehr freute.


Eine Ausbildung finde ich wichtig. Nicht wegen einem Diplom, sondern um sich auch wirklich in dem Ganzen zurecht zu finden. Es läuft so viel ab, wenn man sensitiv und medial arbeitet. Da ist Persönlichkeitsentwicklung um so wichtiger. Während der Ausbildung ist das einer der Hauptpunkte. Man lernt sich nochmals von Neuem kennen. Es tauchen Themen, Blockaden, Muster auf, welche man selbst händeln können muss, bevor man mit Menschen arbeiten kann.


Auch kommt dazu, dass man zum Beispiel bei Jenseitskontakten die Sprache der Verstorbenen lernen muss, diese richtig übersetzen und wissen muss, ob eine Person bereits stabil genug für einen Kontakt ist oder nicht.


All diese Sachen kann man nicht einfach so. Es gibt so viel, was man in einer seriösen Ausbildung lernen darf. An der Elite School lernt man so unglaublich viel. Und ich bin allen Schülern und natürlich auch Pascal mega dankbar, für all die Erfahrungen die ich bis jetzt machen durfte.


Die Ausbildung hat mir sehr viel gebracht. Für mich selbst aber auch für den Umgang mit der Geistigen Welt, wie auch mit den Menschen hier. Von Pascal kann man sehr viel dazu lernen, da er jahrelange Erfahrung hat und diese auch super mit den Schülern teilt.



Felicia: Wie hat dein Umfeld darauf reagiert, dass du eine Ausbildung zum Medium machst?


Nicole: Mein Umfeld hat positiv reagiert. Sie kennen mich nicht anders. Ich war schon immer ein bisschen «komisch». *grins*



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Felicia: Wie darf man sich so eine Ausbildung vorstellen?


Nicole: Ich kann jetzt nur von der Elite School sprechen, da ich sonst noch keine andere gleichwertige Ausbildung gemacht habe.

Die Ausbildung ist sehr intensiv. Die Dauer der Ausbildung ist individuell. Je nachdem, wie oft du die Zirkel besuchst, wie gut du selbst zu Hause übst, kommst du schneller oder eben weniger schnell voran. Du solltest aber sicher einmal im Monat einen Zirkel besucht haben. Und egal wie viel Talent du hast, die Übung macht es aus.


In den Zirkeln wird nicht meditiert, wie vielleicht viele denken. Wir üben da wirklich gegenseitig die Jenseitskontakte (meistens in 2-er Gruppen), sensitive Beratungen (Standortbestimmungen, Muster, Blockaden) oder geben Demos vor der ganzen Klasse. Es geht darum, dass wir schauen, wo man was besser machen kann oder wo man noch ansteht. Meditationen sind Hausaufgaben, welche wir täglich machen sollten.



Felicia: Kannst du nun jederzeit überall Kontakt zu Verstorbenen herstellen?


Nicole: Einen Kontakt herstellen kann man rein theoretisch überall. Ich persönlich finde aber nicht jeden Ort optimal.



Felicia: Muss man sich für einen Jenseitskontakt in einen bestimmten «Zustand» versetzen, meditieren, Kerzen anzünden oder so?


Nicole: Es ist nicht wirklich ein bestimmter Zustand. Man sollte seine Energie erhöhen und sich dann mit der Geistigen Welt verbinden. Kerzen können helfen die Atmosphäre ein bisschen anzupassen, aber müssen nicht zwingend sein. Ich persönlich finde es aber schön, wenn noch ein paar Kerzen brennen.



Felicia: Wie kann ich als Klientin sicher sein, dass du «meinen» Verstorbenen hast und nicht sonst jemanden?


Nicole: Wir, von der Elite School, werden nach dem englischen Spiritismus ausgebildet. Das heisst, wir machen die Beweismedialität. Bevor wir irgendwelche Fragen beantworten oder noch offene Themen mit dem Verstorbenen klären, werden wir den Verstorbenen beschreiben. Wer war er, wo wohnte er, wie war sein Charakter, welche Erlebnisse hattet ihr, wie ist er verstorben, etc.



Felicia: Kann ich mir wünschen mit welchem meiner Verstorbenen du Kontakt aufnimmst oder nimmst du einfach irgendwen?


Nicole: Bei einer Sitzung kannst du selbst wählen, ob du einen Wunsch-Verstorbenen hast oder ob du schauen möchtest, wer kommt.

Wenn du dich überraschen lassen möchtest, suche ich als Medium einen deiner Verstorbenen aus, welcher für dich im Moment am wichtigsten ist.



Felicia: Kann man auch mit Sternen-Kindern Kontakt aufnehmen oder auch mit Kindern, die nicht zur Welt kamen?


Nicole: Das kann man auch. Finde ich persönlich für Eltern eines Sternen-Kindes sehr heilsam und sehr schön.


Da erfolgt die Beweismedialität über die Schwangerschaft der Mutter.

Wie war die Schwangerschaft? Gab es bereits eine starke Verbindung? Waren Ängste da? Gab es eine Sternen-Kind-Beerdigung? Etc.


Diese Sitzung kann ich wirklich jedem trauernden Elternpaar sehr empfehlen. Wenn sie dann so weit sind, natürlich. Der Zustand der Klienten sollte für jede Jenseitskontakt-Sitzung immer auch stabil sein.



Felicia: Ist es möglich mit jemandem Kontakt aufzunehmen, der vor 50 Jahren oder mehr verstorben ist?


Nicole: Man kann auch nach 50 Jahren noch Kontakt aufnehmen. Jedoch muss der/die Klient*in dann schauen, dass man den Verstorbenen überhaupt noch gekannt hat. Sonst wird die Beweisführung ein wenig kompliziert, da der/die Klient*in den Verstorbenen nicht wirklich gekannt hat und so nicht wirklich kontrollieren kann, ob die Beweisführung stimmt.

Über die Reinkarnation und Wiedergeburt hat Pascal Voggenhuber ein super Youtube-Video gemacht. Das wird sonst zu lange, wenn ich das hier erklären sollte.



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Felicia: Hattest du während der Ausbildung auch mal Krisen?


Nicole: Oh ja. Viele *grins* Es war nicht immer einfach. Es braucht viel Ausdauer und Disziplin. Krisen werden immer wieder kommen. Aber man lernt in der Ausbildung sehr gut auch mit diesen umzugehen. Und je mehr Krisen du durchmachst, um so schneller erkennst du den Sinn dahinter und kannst diese auch anpacken.



Felicia: Haben sich während deiner Ausbildung deine Hellsinne verändert?


Nicole: Ich habe das Gefühl, es verändert sich alles immer wieder ein bisschen.


Wir haben ja alle Sinne auch als Hellsinne. Das heisst, wenn ein Verstorbener mir ein Gefühl gibt, fühle ich dies bei mir, weiss aber, dass dies nicht ein Gefühl von mir ist, sondern das des Verstorbenen. Dies lernt man dann auch in der Ausbildung.


Genau dasselbe ist mit den Bildern. Die Verstorbenen können uns Bilder senden. Es gibt aber immer wieder Unterschiede, wie die Bilder kommen und von wo sie kommen. Diese dann zu verstehen und weiterzugeben, ist auch ein Lernprozess der Ausbildung.



Felicia: Kannst du die Aura eines Menschen sehen?


Nicole: Ich kann die Aura subjektiv wahrnehmen. Das heisst, ich spüre, wo welche Themen, Blockaden oder Muster sind.



Felicia: Was kann man aus der Aura alles erkennen?


Nicole: Aus der Aura kann man sehr vieles erkennen. Man kann zum Beispiel erkennen, ob du dich im Beruf, der Beziehung oder in deiner Familie wohl fühlst, ob es irgendwelche Probleme, Muster oder Blockaden gibt.



Felicia: Sagst du bei einem Aura Reading auch alles, was du wahrnimmst?


Nicole: Es ist immer schwer zu sagen, was man sagt und was nicht. Es kommt auch immer auf den Klienten an. Ich persönlich würde bei einem Beziehungs-Problem nie sagen, dass der Partner dich betrügt. Ich würde eher die beiden Energien von der Klientin und ihrem Partner wahrnehmen und dann die Gefühle da beschreiben. Es ist immer besser, wenn sich die Klienten*innen selbst bewusst werden, wie die Lage ist oder wie ihre Gefühle wirklich sind. Meistens werden Menschen in einer sensitiven Sitzung auch plötzlich ehrlich zu sich selbst oder schauen mal wirklich hin.


Auch über die Gesundheit werde ich nie sprechen. Da ich kein Arzt bin, darf ich auch keine Gesundheitsprognosen machen. Das ist Gesetz.



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Felicia: Wie gehst du mit dem Thema Tod um? Ist es nicht schwierig ständig damit konfrontiert zu werden?


Nicole: Der Tod ist für mich nichts Negatives. Klar fehlen die Menschen, welche gehen dürfen. Aber für mich ist es auch ein Neuanfang, welcher all die Seelen wieder machen dürfen. Es ist ein nach Hause gehen. Bei all den Jenseitskontakten, die ich bis jetzt machen durfte, ging es den Verstorbenen gut und sie hatten keine Leiden, keine Probleme, keine Ängste mehr. Also kann das Sterben ja nicht negativ sein.


Eigentlich ist es ja auch ein bisschen egoistisch, wenn wir trauern. Die Menschen dürfen beim Tod an einen schönen Ort, wo ihnen alles abgenommen wird. Wir, die noch hier sind, trauern, weil die verstorbene Person nicht mehr physisch da ist. Dabei können wir uns ja freuen, dass es ihm/ihr in der Geistigen Welt wieder gut geht. Bitte nicht falsch verstehen. Aber wenn wir das Ganze nüchtern betrachten, ist es doch so.



Felicia: Muss man für Jenseitskontakte und Aura Readings nicht unfassbar viel Vertrauen/Sicherheit in die eigenen Fähigkeiten haben?


Nicole: Das Vertrauen in deine Fähigkeiten wächst im Verlaufe der Ausbildung - somit ein Grund mehr, eine seriöse Ausbildung zu machen.


Es ist bestimmt nicht immer einfach und manchmal fragt man sich selbst, war das jetzt richtig. Aber man lernt, dass man selbst nicht immer alles verstehen muss. Manchmal gibt es Sachen, die stimmen für uns vielleicht nicht wirklich, für den Klienten bedeutet es aber sehr viel und war genau das, was er/sie brauchte.



Felicia: Wie gehst du mit dieser Verantwortung um?


Nicole: Ich glaube, wenn du siehst, wie Heilung passiert bei solchen Sitzungen, nimmst du automatisch diese Verantwortung auf dich. Schlussendlich hat man überall eine gewisse Verantwortung. Ausserdem weisen wir auch am Anfang einer Sitzung darauf hin, dass wir auch nur Menschen sind und vielleicht mal was nicht ganz richtig übersetzen. Aber ich vertraue der Geistigen Welt, dass sie mir nur das übergibt, was ich auch verantworten und tragen kann.



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Felicia: Was war bisher dein schönstes oder aussergewöhnlichstes Erlebnis mit der Geistigen Welt?


Nicole: Ui, da gibt es einige. Ich glaube, jeder Prozess, den du mit der Geistigen Welt «bewältigen» darfst, ist zwar anstrengend und doch wunderschön. Ich bin ihnen so dankbar für jeden einzelnen Prozess.


Aber ein Erlebnis, das mich sehr bewegt hatte, war als mein Papa gestorben ist - das war während meiner Ausbildung an der Elite School. Als wir am Morgen ins Spital kamen, war er bereits gegangen. Ich sah seinen Körper im Bett liegen, spürte ihn aber sehr nah bei mir. Ich fing an mit ihm zu kommunizieren. Es war ein bisschen strange, als ich dann am Totenbett zu Schmunzeln begann. Er sagte zu mir: «so fühlt es sich also an tot zu sein. Nicole, du hattest recht. Es gibt ein Leben nach dem Tod.» Dies war einfach wunderschön. In diesem Moment war für mich wie eine Welt offen, in der ich all meine Liebsten in der Geistigen Welt und mein geistiges Team bei mir hatte und es einfach «jetzt» war.

Dies war sehr eindrücklich und wunderschön. Ich bin so dankbar für diesen Moment.



Felicia: Liebe Nicole, das ist wirklich ein unfassbar berührendes Erlebnis. Ich danke dir von Herzen, dass du dies mit uns teilst.

Wo darf man sich denn melden, wenn man gerne zu dir in eine Sitzung für ein Aura Reading oder einen Jenseitskontakt kommen möchte?


Nicole: Man kann sich auf meiner Website www.nicole-schmid.ch unter online Buchung direkt einen Termin buchen oder man kann sich auch unter der Mail-Adresse info@nicole-schmid.ch melden. Ich freue mich über jede neue Begegnung. Anmerkung von Felicia: Weil sich Nicole aktuell (2022) im Abschlussjahr befindet, sind die Sitzungen (Aura Reading und Jenseitskontakte) kostenlos. Also nichts wie los auf Nicoles Website und Termin buchen!



Felicia: Ich danke dir sehr für das sehr persönliche und ausführliche Gespräch mit dir und wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg für dein Abschlussjahr.


Nicole: Ich danke dir, liebe Felicia, für deine Zeit und das spannende Interview. Auch ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg auf deinem Weg.



Danke, Nicole Schmid, Schötz Luzern, Medium


Ich hoffe auch dir, liebe*r Leser*in, hat das Interview mit Nicole gefallen und du konntest einen vertieften Einblick in die Ausbildung und das Wirken eines Mediums erhalten.


Wenn dir weiterhin solche Interviews gefallen, lass es mich gerne wissen.


Alles Liebe

Felicia